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Am Schlagzeug saß Freundin Barbara

Die Mushrooms waren wohl die Siegener Sixties-Band mit der längsten und damit auch wechselvollsten Geschichte: 1963 als "The Cavemen" gegründet, lösten sich die "Pilze"  erst 1980 auf. 

Am Anfang war das Brüder-Trio Rainer, Werner und Hans Petruck. Begeistert von der  Gitarre seines Freundes Emil und inspiriert von einem Auftritt der "Oranien Street Sounders"  in der Siegerlandhalle beschloss der 15-jährige Rainer, ebenfalls eine musikalische Karriere  zu starten. "Die erste Gitarre wurde vom morgendlichen Milchgeld, das die Mutter mit in die Lehre gab, zusammengespart. Herr Horn, der Inhaber von Musikhaus Horn, gab großzügig  für die zweite Hälfte der 240 Mark teuren Gitarre Kredit." Am Schlagzeug der Cavemen saß nach dem Vorbild der für kurze Zeit sehr erfolgreichen englischen Band "Honeycombs"  (größter Hit: "Have I the Right") ein Mädchen: Rainers Freundin - und heutige Ehefrau - Barbara Lohmann. Bald kam mit Karlo Zimmermann ein weiterer Musiker dazu, "weil seine  rote Gitarre so gut zu unseren passte". Nach den ersten Auftritten verließ Hans Petruck die  Gruppe, für ihn wurde Martin Grotepaß (Klavier, Gitarre) ein "Höhlenmensch": "Ein echter Gewinn," wie Bandgründer Rainer Petruck heute noch sagt.

Dieser Umbau war allerdings nur der Beginn von häufigen Besetzungswechseln: Als  Schlagzeugerin Barbara Mutterfreuden entgegensah, nahm ein Nachbar der Petrucks, Wolfgang Neuser, ihren Platz ein. Die Gruppe, die sich in "The Mushrooms" umtaufte, hatte  nun ihre ersten Fans, wurde über ihr engeres Umfeld und die Stadt Siegen hinaus bekannt. Die Zeit der Wechsel war damit aber nicht beendet: Wolfgang Neuser entdeckte  seine Liebe für das Orgelspiel. Gemeinsam stotterten die jungen Musiker eine Gem-Orgel zusammen. "Und von da an hörten wir Wolfgang Tag und Nacht auf seinem neuen Instrument  üben." Seine Stelle am Schlagzeug nahm Uli Teuber ein. Karlo Zimmermann sagte den Mushrooms wenig später ade. 

Rainer Petruck: "Schon einer unserer ersten Auftritte brachte uns einen großen Erfolg.  Bei einem Beat-Wettbewerb in der Siegerlandhalle wurden wir erste, vor allem dank des tollen Orgelspiels von Wolfgang Neuser." Das war 1969. Mittlerweile saß Paul Galeski für Uli  Teuber hinter dem Schlagzeug. Erst als Tasten-Mann Neuser 1970 die Mushrooms in Richtung "Eternal Light" verlassen hatte, blieb es für etwa zwei Jahre bei dem Quartett Galeski,  Grotepaß und den beiden Petruck-Brüdern, zu denen sich allerdings in der Folgezeit eine ganze Reihe von Musikern aus anderen Siegener Bands gesellten.

"Tins" - eine typische Garagenband 

Die Mushrooms waren für Paul Galeski nicht die erste Gruppe. Erstmals saß er 1966 hinter einem Schlagzeug, gekauft für 639 Mark vom Drummer der "Lazy Bones" aus Kreuztal,  wie er sich fein säuberlich notiert hat: "Das war eine Menge Geld damals." Seine erste Band nannte sich "The Tins", mit ihm spielten Hartmut Kuhnke, Manfred Kaldereit und  Harald Hecken. Kaldereit wohnte am Rosterberg, die drei anderen "Tins" stammten aus der Hengsbach. Öffentliche Auftritte gab es mit dieser Formation nicht: "Wir waren eine  typische Garagenband."

Nach einer weiteren Zwischenstation in einer Gruppe ohne Namen, die sich an der  Eiserfelder Realschule zusammengerauft hatte und zu der Jürgen Eilert gehörte, schloss sich Galeski "LSD 66" an, wo er für Georg Seemann während dessen  Bundeswehrzeit trommelte.

Mit Stefan Kölsch bei "LSD 66"

Diese Gruppe trat öffentlich auf - bei Beatwettbewerben, aber auch im Cafe Barbara in  Daaden: "Dort haben wir ein Vierteljahr lang gespielt, zweimal pro Woche." Einer der Gründer von "LSD 66" war übrigens Stefan Kölsch, der seit Jahren äußerst erfolgreich  mit "Desert Moon" modern arrangierte Countrymusik spielt. Seit kurzem ist er auch wieder mit Paul Galeski vereint - in der Gruppe "Pikant", die Unterhaltungsmusik macht  und der auch Ex-Mushroom-Sänger Rainer Petruck angehört.

Plattenvertrag wurde nicht unterschrieben

"Als Wolfgang die Band verlassen hat, waren wir am Boden zerstört," erinnert sich  "Mushrooms"-Sänger Rainer Petruck an den Moment, als Orgelmann Neuser 1970 zur  lokalen Konkurrenz "Eternal Light" gewechselt war: "Schließlich war er so etwas wie unser musikalischer Leiter."

Doch das verbliebene Quartett verdaute den Schock von Neusers Ausstieg. Grotepaß,  der neben der Gitarre auch das Klavier beherrschte, übernahm die künstlerische Chef-Rolle. Die Mushrooms waren fortan nicht weniger erfolgreich. 

Erster Platz bei Wettbewerb in Köln 

Ein erster Platz bei einem Beatwettbewerb in Köln, Auftritte in Frankfurt, Berlin und Bremen, unter anderem als Vorgruppe internationaler Spitzenbands wie Brian Auger  oder "Atlantis", der Gruppe von Inga Rumpf, sind Petruck und seinen Mitstreitern in Erinnerung geblieben. Besorgt wurden diese Auftritte von Manager Heinz Gerd Lütticke,  der später eine Rolle beim Aufstieg der "Scorpions" spielte und heute der für Marketing und den Artist&Repertoire-Bereich zuständige Mann beim deutschen Ableger von Warner  Music, der WEA, ist. Paul Galeski: "Er hat uns unter anderem eine Nordsee-/Ostsee- Tournee besorgt. In Grömitz haben wir dabei zusammen mit den Lords gespielt."

Mit den Mushrooms unterwegs war auf dieser Tournee Jürgen "Jimmy" Enders, der zuvor  Gitarre bei "Eternal Light" gespielt hatte. Auch einen Plattenvertrag hatten die Mushrooms schon in der Tasche, entschieden sich aber gegen eine Profikarriere. Werner Petruck:  "Wir hätten uns gleich für zwei Jahre verpflichten müssen, und das war uns einfach zu heikel."

Dann begann die Phase, in der viele Siegener Musiker abwechselnd und oft kurzfristig  bei den "Mushrooms" anheuerten. Für einige Monate ersetzte Micky Pega (Ex-"Eternal Light", später: "Sons Of Mortimer") Paul Galeski, als der 1972 zur  Bereitschaftspolizei versetzt wurde Doch das war nur von kurzer Dauer. Rainer Modro und "Pieps" Konrads, die die WR schon im Zusammenhang mit den Sullivans und den  Moonshots vorgestellt hat, Wolfgang Neusers Bruder Thomas, Werner Maria Schneider  (heute in "Falcon´s Blues Band") waren auch darunter.

Nicht nur Musiker - auch Freunde

Wolfgang Neuser kehrte noch einmal kurz zurück, ebenfalls Martin Grotepaß, und Peter  Albert (Ex-Sullivans, Moonshots) stieg Ende der 70-er Jahre ein und ersetzte Werner  Petruck. Einmal ein Mushroom, immer ein Mushroom - das galt im Endeffekt nur für  Sänger Rainer Petruck: "Das große Plus der Band war die Freundschaft der beteiligten  Musiker untereinander. Zu diesen Freunden zählte auch Jochen Schürg, der jahrelang  für den Sound der Mushrooms zuständig war und der auf keinen Fall unerwähnt bleiben  darf."

Bei Fahrt ins Rheintal schwitzten die Musiker  Blut und Wasser

Ein alter Notarztwagen war der erste Bandbus der Mushrooms. Rainer Petruck: "Die Gage für einen Auftritt lag in den 60er Jahren bei 200 bis 250 Mark - das konnten wir es uns nicht leisten. Deshalb kaufte die Band für 1 000 Mark den VW-Bus, der umgebaut werden musste: "Sonst  wäre er nicht als Personentransporter zugelassen worden, und Fahrzeuge, die als Lkw unterwegs  waren, durften sonntags nicht fahren." Der zweckentfremdete Notarztwagen wurde lila lackiert und  mit dem damals selbst entworfenen, gelben Schriftzug "Mushrooms" versehen. Das "s" im Namen  der Gruppe fiel übrigens wenig später der grafischen Gestaltung zum Opfer: So konnten die beiden  "o" in die Mitte rücken, das unverwechselbare runde Logo von Mushroom wurde zum  Markenzeichen - gut zu sehen damals auf den beiden großen Drums von Paul Galeski, auf den  Bandbussen und auf den Konzertplakaten. 1 000 Stück davon für 500 Mark ließen die Musiker  zunächst einmal drucken. Auftrittsorte und -termine wurden jeweils in der Wohnung von Rainer  Petruck, der mittlerweile mit der ersten "Cavemen"-Schlagzeugerin Barbara verheiratet war, von  Hand hineingemalt. 

Als der Notarztwagen zu klein wurde, wurde ein Dreieinhalb-Tonner Ford  Transit angeschafft. Auch hier griffen die Bandmitglieder zu Pinsel und Farbe, verpassten dem neuen Gefährt eine rot-weiße Lackierung - und griffen zu Vater Petrucks Fensterfarbe, als der  weiße Lack nicht ausreichte. Rainer Petruck: "Obwohl wir nun ein größeres Auto hatten, gab  es oft Probleme mit den Sitzplätzen: Es wollten immer mehr Leute mit zu den Konzerten, als  wir mitnehmen durften." Weil die Verstärkeranlage mit den Jahren ebenfalls wuchs, wurde das  zulässige Gesamtgewicht jedes Mal um etwa zehn Prozent überschritten. Das war, so  Petruck, noch erlaubt, hatte aber durchaus Risiken und Nebenwirkungen: "Bergab war der  Wagen nur sehr schwer zu bremsen. Bei der Fahrt zum Auftritt in Koblenz haben wir einmal Blut und Wasser geschwitzt: Als es hinunter ins Rheintal ging, war der Transit kaum  zu halten."

Mit Sechs-Tonner auf den Pkw-Parkplatz 

Dieses Problem wurde mit dem Kauf eines Mercedes Kastenwagens in den 70er Jahren  gelöst. Als Rainer Petruck dieses Gefährt umbauen lassen wollte - halb Reisebus, halb  Lkw -, winkten die Experten bei Mercedes Bald ab: "Das würde teurer als ein neues  Fahrzeug." Der Sänger ließ sich davon nicht abhalten: Innerhalb von vier Monaten  schaffte er den angeblich unmöglichen Umbau selbst, "und dem Abteilungsleiter für  Gebrauchtfahrzeuge bei Bald blieb vor Staunen der Mund offen stehen." Das Besondere  an diesem dritten Mushrooms-Bus: Er wurde nach weiteren Umbauten als Kombi  zugelassen "und war damit der erste Sechs-Tonner-Pkw in Deutschland." Das sorgte  hin und wieder für polizeiliche Verwirrung: Bei Geschwindigkeitskontrollen, aber  auch, wenn die Gruppe einen Pkw-Parkplatz ansteuerte.

Mit ihren Bussen sind die Mushrooms nicht nur zu Konzerten gefahren: "Wir haben  auch Urlaubs- und Ausflugsfahrten unternommen, und das hat uns  zusammengeschweißt: Wir waren nicht nur Musiker, sondern auch Freunde." Finanziell, weiß Petruck zu berichten, sei mit Rockmusik in den 60-er und 70-er Jahren kein  Blumentopf zu gewinnen gewesen: "Alle Einnahmen gingen für Unkosten und Instrumente  drauf. Wir waren schon froh, wenn nach den Auftritten noch genug Geld für ein  Abendessen übrig blieb."

75 Sekunden auf der Kirchenorgel von Blankenese

Es war Heinz-Gerd Lütticke, der spätere Manager der "Scorpions", der sich bei den "Mushrooms" um organisatorische Dinge kümmerte, und er war es auch, der Wolfgang  Neuser zu "Birth Control" vermittelte: "Er hatte viele Kontakte, rief immer und überall bei anderen Managern an und hatte so erfahren, dass die Gruppe einen Keyboarder suchte."

Mit ihr spielte Neuser im Herbst 1972 ihr erfolgreichstes und bekanntestes Album ein:  "Hoodoo Man". Der Siegener Musiker im Gespräch mit der WR: "Wenn man alle Verkäufe, also auch die CDs, zusammenrechnet, hätte sie sicher längst Platin-Status erreicht." Dass Lütticke Kontakt mit den drei verbliebenen Musikern von "Birth Control", die bei  Gießen zuhause waren, aufgenommen hatte, wusste Neuser gar nicht: "Er hat mich  zum Vorspielen dorthin gefahren. Das habe ich gemacht, habe die Frage, ob ich auch  komponieren könne, mit ,Ja´ beantwortet - und war engagiert." Was folgte, waren harte  neun Monate: "Birth Control war eine Tourband. Deutschland rauf und runter, Frankreich,  Schweiz." Was zuerst neu und reizvoll war, schleifte sich allerdings schnell ab. Die  Konzerte liefen immer nach dem gleichen Muster ab, und "bei den Festivals trafen wir immer die gleichen Kollegen: Frumpy, Karthago, Nektar -irgendwann wurde es langweilig."

Gerne denkt Neuser allerdings an die Aufnahme zu "Hoodoo Man" in den Windrose-Studios  in Hamburg zurück. Birth Control hatte mit Bodo Albes gerade einen neuen Manager, der die Band beim Branchenriesen CBS unterbrachte. "Das war ein völlig ungewohntes  Gefühl: Man musste nur einen Wunsch äußern, und wenn er nicht ganz außer der Reihe war, wurde er auch erfüllt." Zum Beispiel, als Neuser das Mittelteil des Titelsongs unbedingt  auf einer Kirchenorgel statt auf seiner Hammond spielen wollte: "Dafür wurde tatsächlich die Kirche in Blankenese für einen Nachmittag gemietet." Der Siegener  Multiinstrumentalist - mittlerweile beherrschte er auch Synthesizer und Vibraphon - spielte  die etwa 75 Sekunden lange Sequenz ein und traute anschließend seinen Ohren nicht:  "Als ich fertig war, nahmen unsere Techniker noch den in der Kirche verklingenden Hall auf.  Und dann ging draußen jemand vorbei und pfiff laut und vernehmlich den Anfang des  damaligen Hitparadentitels ,Popcorn´. Zuerst wollten wir es als Gag in der Aufnahme  drin lassen, haben dann aber im Studio doch einen neuen Hall darüber gelegt."

Start am Schlagzeug der Cavemen 

Mit einer solchen Karriere konnte Neuser nicht rechnen, als er Mitte der sechziger Jahre Barbara Lohmann am Schlagzeug der "Cavemen" ablöste: "Ich weiß noch, wie sich die  drei Petruck-Brüder, die in der Nachbarschaft wohnten, allesamt rote Gitarren kauften.  Auch ihr Sonor-Schlagzeug war rot. Sie übten zwei, dreimal die Woche, ich erinnere  mich an Stücke von den Shadows und den Spotnicks." Da die Petrucks wussten, dass  Neuser Schlagzeug spielte, durfte er einspringen, wenn Barbara mal nicht mitproben  konnte. Und als die Drummerin schwanger wurde, stieg Neuser voll ein. Das Thema Schlagzeug war für Neuser bald erledigt: "Im Moulin Rouge habe ich mal  eine Profitruppe mit Orgel gesehen. Leider weiß ich den Namen nicht mehr." Die  Mushrooms, wie die Cavemen schon hießen, sparten sich eine Orgel zusammen.

Mit Lichtshow und Trockeneis 

"Fortan änderten wir unser Programm: Nun spielten wir psychedelische Musik, Doors-Stücke zum Beispiel - mit Lightshow, Trockeneis und allem, was dazu gehörte."  Nachdem er 1969 bei einem Bluesfestival in Essen Eddie Hardin von Hardin & York und Keith Emerson von Nice auf Hammond-Orgeln hatte spielen sehen, bekam auch  Neuser ein Instrument dieses Fabrikats. 1970 stieß er dann in Herdorf auf ein  Vorkriegsmodell.

Heute steht diese Hammond "T" im Keller seines Hauses in Geisweid, in dem Neuser  eine Praxis für Psychotherapie betreibt. In sein Studio zieht er sich oft nach Feierabend zurück, bastelt ausschließlich für den Hausgebrauch Sounds am Computer, wobei ihn  sein Bruder Thomas - er spielt seit 20 Jahren Gitarre und Keyboards in der Gruppe "New Orleens" - hin und wieder unterstützt.

Album in Discos getestet

Mit "Hoodoo Man" war Wölle Neuser an einer der markantesten Produktionen des Deutsch-Rock beteiligt - über das Maß hinaus, das die Hinweise auf dem Album erahnen  lassen: Neuser war der Autor der Stücke, zu denen mit "Gamma Ray" eine der Hymnen  der auch als "Kraut-Rock" bezeichneten Musikrichtung gehörte.

Rainer Petruck erinnert sich noch an die Diskussionen, als er und die anderen  Mushrooms erstmals die Lieder von des "Birth Control"-Albums hörten: "Uns allen war  klar: Das waren Stücke, die wir zumindest in Teilen mit ,Wölle´ gespielt hatten, als er  noch bei uns war." Und auch an Kompositionen, die Neuser für "Eternal Light" schrieb, lehnten sich später die "Hoodoo Man"-Songs an. Trotzdem wird als Autor bis heute  Birth Control-Gitarrist und -Sänger Bruno Frenzel genannt. "Als ich bei der Gruppe  anfing, war Frenzel der einzige von uns, der bei der GEMA registriert war. Weil die  Anmeldung dort relativ kostspielig war, stimmte ich zu, dass Bruno als Autor angegeben  wurde," blickt Neuser zurück. Natürlich hat er im Laufe der Jahrzehnte hin und wieder daran gedacht, seine Urheberrechte einzuklagen. Auf eine juristische Klärung  hat er aber letztendlich verzichtet - auch, weil nicht Bruno Frenzel, sondern die  Plattenfirma von Neusers Kompositionen profitierte: "Wir hatten alle Einkünfte aus ,Hoodoo Man´ an CBS übereignet, damit die Band finanziell überhaupt wieder  auf die Beine kam." Daran, dass die Scheibe ein so großer Renner werden würde, hatte  vor den Aufnahmen im Herbst 1972 niemand gedacht. Das änderte sich allerdings:  "Als wir ,Gamma Ray´ im Kasten hatten, haben wir das Band abends häufiger mit in  Discos mitgenommen. Da haben wir schnell mitbekommen, dass das Stück immer  wieder verlangt wurde und wohl ein großer Erfolg werden würde."

Begonnen hat Neusers Karriere übrigens in einer Band an der Realschule am  Oberen Schloss.

 
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